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Goethe-Universität Frankfurt
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Dantestraße 9, 60325 Frankfurt am Main Innenstadt, N 50° 07.074' E 008° 39.239'
Ausstellung

Die Kunstsammlung der Goethe-Universität (bis zum 18.06.2014)

Dante 9 -  Der neue Ausstellungs- und Gedächtnisort des Universitätsarchivs Frankfurt

Zum Jubiläum hat die Goethe-Universität ihre historischen Hauptgebäude bereits verlassen, in den kommenden Jahren wird sie sich ganz aus Bockenheim zurückgezogen haben.

Nicht ganz. Denn in der Erdgeschoßetage des Hauses Dantestraße 9, im Dreieck zwischen Senckenberg und Institut für Sozialforschung, wird das Universitätsarchiv ab 2014 einen der Öffentlichkeit zugänglichen Ort lebendiger Erinnerung unterhalten. In Ausstellungen und Vorträgen wird das Archiv dort Einblick in seine Bestände geben und die lokale Verwurzelung der Universität, die sie in ihrem ersten Jahrhundert gewann, weiterhin pflegen.

Zu diesem Bockenheimer Erbe gehört das Werk des Universitätsbaumeisters Ferdinand Kramer. Der Architekt hinterließ neben über 20 Universitätsgebäuden deren Innenausstattung in seinem längst zur klassischen Moderne zählenden Design. Dante 9 wird vollständig mit Interieur aus Kramers Hand ausgestattet und damit, unabhängig von den wechselnden Programmpunkten, zu einem bleibenden Ort Frankfurter Nachkriegsgeschichte werden.

Das Programm des Raums beginnt mit der Ausstellung »Kunstkammer – Wunderkammer. Die Kunstsammlung der Goethe-Universität«. Deren Bestand wurde nicht systematisch, etwa nach Gattungen, Genres oder Epochen aufgebaut. Die Sammlung besteht aus Skulpturen, Malerei, Druckgraphik, Fotografie oder Mobiliar unterschiedlichster Provenienz. Dieser Facettenreichtum wird in Anlehnung an die fürstlichen Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance und des Barock präsentiert, in denen die Schätze gemeinsam, ohne die im Museumsbetrieb übliche kategoriale Trennung der Objekte präsentiert werden.

Die größtenteils im Stillen des vergangenen Jahrhunderts entstandene Sammlung zeigt sich zum Jubiläum erstmals der Öffentlichkeit. Ölmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts findet sich im Umfeld des Kramer-Designs, kostbare Artefakte stehe in der Nähe von an Kitsch erinnernden Objekten – die Vielfalt der Objekte und deren Bezüge ermöglichen neue Wahrnehmungsmöglichkeiten; die Besucher werden sehend lernen und dabei neu sehen lernen.

Die Ausstellung wird von Vorträgen begleitet und in einem Katalog dokumentiert werden.

Ausstellung Kunstkammer, Wunderkammer
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